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Testberichte / Erfahrungsberichte englische Sprachreisen (3)

An dieser Stelle bieten wir ihnen einige Testberichte bzw. Erfahrungsberichte zum Thema Sprachreisen. So können sie von den Erfahrungen anderer profitieren und mögliche Probleme schon vor dem Buchen oder Suchen einer Sprachreise verhindern.
Schicken sie uns auch ihren Erfahrungsbericht über ihre Sprachreise oder ihren Auslandsaufenthalt, damit andere Menschen aus ihren Erfahrungen lernen. Wie haben sie ihren Aufenthalt erlebt? Was haben sie gemacht? Wie war die Schule und ihre Lehrer? Wie war ihre Unterkunft?
Weitere Berichte finden Sie in der Kategorie Testberichte Erfahrungsberichte

Meine Sprachreise nach Südengland

Sprachreisen sind einerseits ein interessanter Urlaub und andererseits eine gute Möglichkeit, die bisherigen Kenntnisse in einer bestimmten Sprache zu erweitern oder sogar zu vervollkommnen. Englisch-Sprachreisen kann man in fast alle Teile der Welt unternehmen. Doch 13-Stündige Flüge lohnen sich eher, wenn dieser langen Anreise ein mehrmonatiger Aufenthalt am Zielland folgt. Für Kurztrips von zwei- bis vierwöchiger Dauer sind England, Wales und Irland eine gute Wahl. Deshalb entschied ich mich für eine Sprachreise in eine südenglische Kleinstadt. Ich setzte mich mit der dortigen Sprachschule über eine Vermittlungsagentur in Verbindung, die den Teilnehmern einen kleinen Preisnachlass einräumte und außerdem sofort eine geeignete Gastfamilie suchte.

Um zu gewährleisten, dass man als Gast gut in die Familie passt, kann man einige Angaben zur Person machen, und bezüglich der Unterbringung bestimmte Wünsche vorbringen. Ich hatte mich sehr kurzfristig vor Reiseantritt gemeldet und bekam deshalb sofort die Adresse einer Familie, die ein Zimmer zur Verfügung stellte. Es kam nicht mehr zum Austausch von Bildern oder Briefen, sondern ich reiste sofort an. Als ich dann in der Stadt ankam, war ich gespannt, ob diese Adresse tatsächlich existiert und ob die Familie wirklich Bescheid weiß. Heimlich hoffte ich auch ein bisschen, dass man von mir angenehm überrascht sein würde und hatte andererseits Angst vor dem Gegenteil.

Aber alle diese Bedenken waren unbegründet. Das Haus befand sich in einer Art Villenviertel, gleich in der Nähe der Schule, an der ich unterwegs schon vorbeigekommen war, so dass ich gleich wusste, wo ich am nächsten Tag hin muss. Es war ein besonders schönes englisches Natursteinhäuschen mit einem halbrunden Turmvorsprung auf der Gartenseite. Zum Vordereingang führte ein kleiner Kiesweg. Mir öffnete ein freundlicher, schlanker Herr, der zu meiner Freude tatsächlich bereits über mein Kommen informiert war und mich sofort seiner Familie vorstellte. Wir waren uns auch gleich sympathisch.

Ich erhielt ein Zimmer im oberen Geschoss des Hauses, das für mein Empfinden das schönere von zwei vorhandenen Gästezimmern war: Ein helles Kaminzimmer mit Spiegeln und hübschen Bildern sowie einem Fenster zur Gartenseite. Der andere Gästeraum war ein uriges Erkerzimmer, das auf seine Weise auch sehr viel Charme hatte, zu dem drei kleine Stufen führten. Dort zog am selben Tag eine Spanierin ein, die genauso lange wie ich blieb. Zum Ausgleich dafür, dass dieser Raum etwas kleiner war, hatte man dort einen Fernseher hineingestellt. Zu den Räumen führte eine enge, steile Treppe, wie sie die meisten englischen Häuschen besitzen. Unser Haus war aber verhältnismäßig großzügig angelegt und besaß sogar einen Billardraum. Die Familie hatte vor sechs Jahren komplett neu renoviert, sodass alles hell und freundlich wirkte.

In der Schule waren wir in verschieden Kursen und im übrigen als Spanierin und Deutsche eine Seltenheit. Die meisten Schüler waren weibliche Asiaten, männliche Araber, Schweizerinnen und Tschechen. Der allgemeine Unterricht wurde vormittags abgehalten und die Nachmittage waren dem Business-Englisch vorbehalten. Wir hatten eine sehr schöne Zeit.


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