An dieser Stelle bieten wir ihnen einige Testberichte bzw. Erfahrungsberichte zum Thema Sprachreisen. So können sie von den Erfahrungen anderer profitieren und mögliche Probleme schon vor dem Buchen oder Suchen einer Sprachreise verhindern.
Schicken sie uns auch ihren Erfahrungsbericht über ihre Sprachreise oder ihren Auslandsaufenthalt, damit andere Menschen aus ihren Erfahrungen lernen. Wie haben sie ihren Aufenthalt erlebt? Was haben sie gemacht? Wie war die Schule und ihre Lehrer? Wie war ihre Unterkunft?

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Erfahrungsbericht englische Sprachreisen by Fennia

Das englische Seebad Brighton ist mit dem Eurocity, der Dover-Calais-Fähre, oder dem Flugzeug sehr gut zu erreichen. Sprachreisende haben in der Universitätsstadt Brighton optimale Urlaubs- und Lernbedingungen. Unter den zahlreichen Sprachschulen Brightons wählte ich die Castle English Language School. Für Schüler, die auf den Flughäfen London-Heathrow oder Stansted ankommen, hat die Schule einen Shuttleservice mit einem Kleinbus eingerichtet, sodass es keine Probleme gibt, sie in der großen, belebten Stadt zu finden. Der Abholservice ist jedoch nicht kostenlos.

Die Sprachschule wurde erst vor wenigen Jahren gegründet und ist relativ klein. Deshalb bietet sie eine sehr familiäre Atmosphäre. Allen Schülern steht nur ein Computer mit Internetzugang zur Verfügung. Das Besondere an dieser Schule ist, dass sie nicht weit von der Strandpromenade entfernt liegt, und man die Zahl der Unterrichtstunden, die man wöchentlich besuchen will, selbst bestimmen kann. Dabei ist das Minimum drei Stunden pro Woche. Wegen der vielen Freizeitmöglichkeiten in Brighton habe ich diesen Kurs mit einer Unterkunft bei einer Gastfamilie gewählt.

Wie an fast allen Sprachschulen so fand auch hier zu Beginn des Kurses ein Einstufungstest statt. Es werden aber nicht wie vielerorts nur sechs, sondern sogar acht Levels unterrichtet. Allerdings nur, falls jemand die Level Sieben oder Acht erreicht, was bei mir nicht der Fall war. Ich durfte an drei Tagen in der Woche eine Stunde lang am Unterricht einer sehr kleinen Level-Fünf-Klasse teilnehmen. Man konnte sich zwischen einem Nachmittags- und einem Vormittagskurs entscheiden. Da ich Nachmittags jedoch mein Zimmer bei der Gastfamilie nutzen wollte, wählte ich eine Vormittagsstunde. Die Lehrerin war so nett, mir ein paar Aufgaben für zu Hause mitzugeben, die ich Sonnabendvormittag mit der Gastfamilie besprach.

Ich hatte es gut getroffen, die Familie wohnte nur zwei Minuten von der Schule entfernt und stellte mir ein sehr schönes Kaminzimmer mit Blick aufs Meer zur Verfügung. Leider hatte es keinen Tisch, was aber durch ein geräumiges King-George-Bett, auf dem man notfalls auch lesen und schreiben konnte, wieder aufgewogen wurde. Die Familie hatte drei Kinder, die früh zur Schule gefahren wurden, sodass wir immer gemeinsam frühstückten. Weil meine Schule aber fast vor der Haustür lag, hatte ich es am wenigsten eilig.

Die Unterkunft der Gastfamilie durfte in der Regel, nach Verlassen des Hauses, erst wieder ab 16 Uhr genutzt werden. Doch allein in Brighton gibt es soviel zu sehen, dass das kein Nachteil war. Das Shuttlefahrzeug für den Flughafenabholservice wurde für ein überaus attraktives Freizeitangebot genutzt: Ein Gruppenausflug nach Paris. Obwohl die Fahrt selbst finanziert werden muss, erfreute sich das Angebot großer Beliebtheit und auch ich machte gern von dem Angebot Gebrauch. Wir wurden von einer Lehrerin der Schule begleitet, die, wie viele Südengländer, beispielsweise auch mein Gastvater, ausgezeichnet französisch sprach. Die Fahrt von Brighton nach Paris durch den Eurotunnel und einen Teil Nordfrankreichs dauert knapp zwei Stunden.

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Die Sprachreise kann man auch als Bildungsurlaub nutzen. In vielen deutschen Bundesländern hat jeder Arbeitnehmer im Jahr fünf Kalendertage für Bildungsurlaub zur Verfügung. Meist kann man auch zwei Jahre zusammen nehmen und dann zehn Tage in ein fremdes Land reisen.

Den bezahlten Extraurlaub in eine Sprachreise zu investieren ist sehr vielversprechend. Man lernt dabei nicht nur eine neue Sprache kennen, sondern auch eine völlig andere Kultur. In nur wenigen Tagen ist es möglich mit einer fremden Sprache umzugehen, vor allem wenn man auch im Alltag auf diese angewiesen ist. Neu erlernte oder gefestigte Sprachkenntnisse können im Berufsleben viel bewirken und man kann sich neue Ziele im Leben stecken. Deshalb sollte man den Bildungsurlaub für eine Sprachreise nutzen. In der Atmosphäre des Landes lernt sich die Sprache viel leichter, als in einem Schulungszimmer und zudem kommt auch der Urlaub nicht zu kurz. Es gibt am Nachmittag genügend Möglichkeiten seinen persönlichen Interessen nachzugehen.

Während des Bildungsurlaubs bekommt man das reguläre Gehalt weiter gezahlt. Der Sprachkurs in dem ausgewählten Land muss in der Regel 30 Wochenstunden umfassen. Der komplette Urlaub muss sowohl beim Arbeitgeber, als auch behördlich anerkannt werden, bevor man die Reise endgültig antreten kann. Das Bundesland entscheidet hier mit. Deshalb muss man mindestens drei Monate vor Reiseantritt den Sprachurlaub beantragen und auf die Bestätigung warten. Da der Bildungsurlaub ländersache ist, sollte vorher im Urlaubsgesetz des Landes geprüft werden, ob ein Bildungsurlaub zusteht oder vom Arbeitgeber genehmigt werden muss.

Welche Sprache man wählt und wohin die Reise gehen soll, ist dem Arbeitnehmer selbst überlassen. Dies sollte jedoch schon vor der Beantragung feststehen. Meist braucht der Arbeitgeber auch einen gewissen Zweck hinter dieser Reise. Die neue Sprache sollte dann im jetzigen Beruf auch anwendbar sein. Beim Bildungsurlaub hat man somit Erlebnis und Bildung ideal kombiniert.

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